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Vom Kampfsystem...
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Das Hauptaugenmerk liegt in Knights and Merchants deutlich beim Krieg und dem Kampfsystem. Der Großteil des Spiels wurde dem Rekrutieren von Einheiten und Besiegen der gegnerischen Heere gewidmet. Doch bevor man seine Armee in den Krieg schickt, sollte man erst einmal wissen, wie stark die einzelnen Soldatentypen sind, welche Eigenschaften sie haben und welche die beste Formation ist. Nur durch taktisches Vorgehen kann man gewinnen.
Es gibt insgesamt neun verschiedene Einheiten: Milizen, Axtkämpfer, Schwertkämpfer, Lanzenträger, Pikeniere, Bogenschützen, Armbrustschützen, sowie Späher und die edle Rittergarde. Zusätzlich kann man weitere fünf Typen (Söldner) im Rathaus erwerben: Miliz, Knappe, Rebell, Vagabund und den Krieger/Barbaren. Aber nicht nur Menschen, sondern auch Kriegsgerät lässt sich einsetzen. Da wäre zum einen die mächtige und zugleich stärkste Waffe, die Balliste sowie das gleich drei Steine auf einmal schleudernde Katapult. Diese Kampfmaschinen eignen sich perfekt, um Gebäude einzureißen.
Jeder dieser Krieger hat drei unterschiedliche Eigenschaften: Stärke, Schutz, Schnelligkeit und bei Stabwaffenkämpfern noch Zusatzstärke gegen Reiter. Während Maschinen und Schützen nicht nur die Langsamsten sind, sind sie auch die am wenigsten gerüsteten. Am schnellsten sind Reiter, das Mittelmaß bildet die Infanterie. Die stärksten Einheiten sind neben dem Krieger und Barbaren die Metall-Krieger. Nicht nur die Waffen sind besser, auch die Rüstungen halten deutlich mehr aus.
Das Verhalten im Krieg ist abhängig von den genannten Eigenschaften eines Waffentyps. Stabkämpfer sind die beste Verteidigung gegen Reiter, keiner von ihnen könnte es mit einem Pikenier aufnehmen. Dafür aber können Infanteristen einen Sturmangriff ausführen, der sie vor gegnerischen Pfeilen schützt und schneller ans Ziel bringt. Schützen bilden das Schlusslicht einer Armee, da sie stets hinter den Nahkämpfern stehen und ihnen Rückendeckung geben.
Ohne eine gut durchdachte Strategie helfen selbst die besten Ritter nichts. Was noch viel wichtiger ist, als eine gut gerüstete Armee, ist die Aufstellung der einzelnen Truppen. Manche Frontalangriffe können nach hinten losgehen, wenn die Truppen falsch formiert sind. Ein gezielter Angriff auf die Schützen oder aus dem Hinterhalt kann den Verlauf einer Schlacht deutlich ändern. Genauso sollte man ohne Rückendeckung gebende Schützen nicht in den Krieg ziehen. Schützen stehen stets hinter der Infanterie und eignen sich nicht für Nahkampfattacken.
Deshalb sollte man sich vorher genau überlegen, wo welche Truppe steht und gegen wen sie kämpfen soll. Unüberlegte Attacken sind meist von Niederlagen gezeichnet.
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...und der Wirtschaft
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An zweiter Stelle des Spiels liegt die gut ausgetüftelte Wirtschaftssimulation. So muss ein Dorfbewohner und Ritter Nahrung zu sich nehmen, sonst stirbt er. Gehilfen tragen die benötigten Materialien von Haus zu Haus, auf dem Feld wird fleißig gesät und in der Eisenschmiede kräftig gehämmert. Zum Grundprinzip gehören Abläufe, wie das backen von Brot in der Bäckerei, das bauen von Straßen oder das Mästen von Schweinen. Dies sind alles Prozesse, die man aus dem Mittelalter entnommen hat, um daraus eine kleine, realistische Wirtschaftssimulation zu machen.
Und es gibt noch jede Menge weitere Funktionen, die das Spiel wirtschaftlich zum Aufblühen bringen. Zum Beispiel setzt man Schulen ein, in denen die Berufe "erlernt" werden oder der Straßenbau und natürlich die mehr als umfangreiche Kriegsproduktion. So schlachtet man Schweine, um an Häute zu kommen, die danach zu Leder gegerbt und anschließend zu Lederrüstungen verarbeitet werden. Mit der Schwerindustrie ist es fast genauso. Nennenswert ist auch, dass es sehr viele in Knights and Merchants teils einmalige Gebäude/Produktionsstätten gibt, wie die Gerberei, das Rathaus oder den Gasthof.
Alle diese perfekt umgesetzten Details und Features machen die Wirtschaft zu einem richtigen Höhepunkt im Spiel. Auch menschlichen Bedürfnisse, wie Hunger wurde ins Spiel integriert und da jede Person stets einer eignen Aufgabe nachgeht, verwandelt sich manche Siedlung in eine riesige Stadt mit sehr viel Leben.
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Genau 28 verschiedene Produkte können hergestellt werden. Der Reihe nach: Baumstämme, Baustein, Nutzholz, Eisenerz, Golderz, Kohle, Roheisen, Goldtruhe, Korn, Brot, Mehl, Leder, Wurst, Schweinefleisch, Häute, Holzschild, Eisenschild, Lederrüstung, Eisenrüstung, Handaxt, Schwert, Lanze, Pike, Bogen, Armbrust, Pferd und Fisch. Die Zahlen unter den Objekten geben an, wie viel von der Ware jeweils vorhanden ist.
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